Die im Sommer letzten Jahres beschlossene Kürzung der Bundesmittel zur Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs hat für den SPNV-Nord Mittelreduzierungen von über 4 Mio. € in 2008 und den Folgejahren zur Konsequenz.
Angesichts der hohen Einsparauflagen ist neben anderen Sparmassnahmen eine Anpassung des Zugangebots im Norden von Rheinland-Pfalz zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 unausweichlich geworden.
Wie der beigefügten tabellarischen Übersicht der ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 nicht mehr verkehrenden Züge im Bereich des SPNV-Nord genauer zu entnehmen ist, halten sich die Kürzungen von Zugleistungen gemessen an den spürbaren Sparzwängen jedoch insgesamt in Grenzen.
Trotz der Einsparungen im Millionenbereich ist es gelungen, die wichtigsten Zugverkehre zu erhalten, womit das Erfolgsmodell des Rheinland-Pfalz-Taktes bewahrt wird.
So bewegt sich die Kürzung der Zugleistungen zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 auf das gesamte Verbandsgebiet des SPNV-Nord bezogen lediglich in einer Größenordnung von etwas mehr als 175.000 Zug-km, was einem Anteil von nur 1,2% des heutigen Leistungsangebotes entspricht.
Daneben gibt es aber auch einige Verbesserungen im Zugangebot im Norden von Rheinland-Pfalz zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007, von denen folgende besonders zu erwähnen sind:
Auf der Linken Rheinstrecke südlich von Koblenz hält der RegionalExpress Koblenz – Mainz – Frankfurt (RE 2) zusätzlich in Oberwesel, womit sich die Bahnanbindung des wichtigen Ortes im Mittelrheintal deutlich verbessert.
Auf der Linken Rheinstrecke nördlich von Koblenz hält die RegionalBahn Ahrbrück – Remagen – Bonn (RB 30) am Wochenende in Rolandseck anstelle von Oberwinter, um das neue Arp Museum Bahnhof Rolandseck besser an die Schiene anzubinden.
Auf der Moselstrecke fährt der letzte RegionalExpress von Koblenz nach Trier zukünftig erst um 22.22 Uhr und nicht wie bisher um 21:22 Uhr. Dieser RE hält neben Regelhalten in Kobern-Gondorf, Treis-Karden, Cochem, Bullay und Wittlich zusätzlich auch in Föhren und Schweich. Damit wird ab Koblenz nun eine schnelles SPNV-Angebot nach Trier in den späten Abendstunden angeboten, z.B. nach einem Kinobesuch in Koblenz. Der RE ersetzt in dieser Fahrlage den bisherigen ICE, der nunmehr eine Stunde früher verkehrt.
Auch für die Berufspendler auf der Moselstrecke verbessert sich die Situation ab dem Fahrplanwechsel Montag bis Freitags in den Morgenstunden. Der RegionalExpress nach Luxembourg (bisher um 6:09 Uhr ab Schweich) fährt zukünftig bereits um 5:52 Uhr ab Hetzerath und bedient sogar alle Unterwegshalte bis Trier, wo er einen Anschluss nach Saarbrücken ermöglicht.
Auf der Unterwesterwaldstrecke erfährt der Schülerverkehr eine Optimierung:
Der vectus-Zug ab Montabaur in Richtung Siershahn verkehrt ab Montag, 10. Dezember 2007 um 12:45 Uhr ab Montabaur, so dass die Schüler von Montabaur nach Goldhausen, Girod, Steinefrenz, Dreikirchen und Nieder-erbach nun diesen Zug nutzen können und nicht mehr mit einem Schüler-ergänzungsbus ihren Nachhauseweg antreten müssen.
Außerdem werden einige Anschlüsse zum Fahrplanwechsel verbessert.
Genauere Informationen über den ab Sonntag, 9. Dezember 2007 geltenden neuen Fahrplan erhalten Sie über die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn unter www.bahn.de.
Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord
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