Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) hat in ihrer Sitzung am Freitag, 6. Juli 2007 im Hinblick auf die Vergabe der SPNV-Leistungen auf den Strecken Bullay – Traben-Trarbach und Andernach – Kaisersesch (Vergabeverfahren „Eifel-Mosel“) eine Zuschlagserteilung an die DB Regio AG beschlossen.
Die dem Vergabeverfahren „Eifel-Mosel“ unterliegenden Strecken gehörten zu den ersten, auf denen der SPNV-Nord bereits im Jahre 1997 die SPNV-Leistungen europaweit ausgeschrieben hatte. Die auf Grundlage dieser Ausschreibungen abgeschlossenen Verkehrsverträge mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH wurden in Abstimmung mit diesem in ihren Laufzeiten auf Dezember 2008 harmosiert. Dies macht eine Neuvergabe erforderlich.
Aufgrund der intensiven Erfahrungen mit SPNV-Ausschreibungen erschien es nicht sinnvoll, die SPNV-Leistungen auf den beiden Strecken für einen längeren Zeitraum isoliert auszuschreiben. Stattdessen sollen sie mittelfristig in größere Ausschreibungsnetze eingebunden werden, deren Ausschreibung dann wirtschaftlich bessere Lösungen ermöglicht. Da dies jedoch erst in den Jahren 2013 bzw. 2014 möglich sein wird, wurde für die beiden Strecke eine Übergangslösung erforderlich: Statt des sonst üblichen „offenen Verfahrens“ wurde eine wettbewerbliche Vergabe im Verhandlungsverfahren gewählt.
Das Volumen der in diesem Verfahren für die Dauer von fünf Jahren ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 zu vergebenden SPNV-Leistungen auf den Strecken Bullay – Traben-Trarbach und Andernach – Kaisersesch beläuft sich auf ca. 760.000 Zug-km/Jahr.
Nach der Veröffentlichung des Verhandlungsverfahrens „Eifel-Mosel“ im Juli 2006 sind einige Unternehmen der Aufforderung zur Interessensbekundung gefolgt, denen im Herbst 2006 dann eine Aufforderung zur Angebotsabgabe sowie die dazugehörigen Ausschreibungsunterlagen zur Verfügung gestellt wurden.
Auf dieser Grundlage haben dann mehrere Bieter Angebote zur Übernahme der SPNV-Leistungen abgegeben. Mit den Anbietern wurden in der Folgezeit Verhandlungen mit dem Ziel geführt, die Angebote weiter zu optimieren. Ebenso wurden anschließend auf Basis dieser Verhandlungen die Angebotsunterlagen weiter konkretisiert. Als Ergebnis dieses Prozesses haben die Unternehmen Anfang Juni 2007 verbindliche Angebote abgegeben.
Nach intensiver Prüfung und Wertung der Angebote hat sich schließlich eindeutig ergeben, dass das Nebenangebot von DB Regio Südwest den mit Abstand günstigsten Bewertungspreis aufweist.
Von daher hat die Verbandsversammlung des SPNV-Nord im Hinblick auf das Vergabeverfahren „Eifel-Mosel“ am 6. Juli 2007 eine Vergabeentscheidung zu Gunsten DB Regio getroffen und den Verbandsvorsteher beauftragt, mit diesem Unternehmen einen entsprechenden Verkehrsvertrag abzuschließen.
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