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09.12.08

SPNV Nord: SPNV-Nord gegen weiteren Personalabbau in Bahnhöfen

Kategorie: SPNV Nord

 

Aktuell sorgt sich der Zweckverband um die Aufrechterhaltung des sogenannten Service-Points im Hauptbahnhof Trier sowie die Personal-ausstattung am Bahnhof Remagen. In Trier habe die Stadt im laufenden Jahr einen eigenen finanziellen Beitrag zur Erhaltung des Service-Points geleistet, ohne die die Schließung vermutlich schon früher angestanden hätte. Auch der dortige Verkehrsverbund VRT habe sich in den Vorjahren finanziell engagiert.

 

Nachdem die lokalen Unterstützungsaktionen für die Zukunft nicht mehr gesichert waren, hatte die DB AG die Schließung der Einrichtung zum Fahrplanwechsel am 14.12.08 angekündigt. Auch die in Remagen noch stationierten Servicekräfte hält man seitens der DB für entbehrlich, nachdem dort dynamische Fahrgastinformationssysteme installiert seien, die eine ausreichende Information der Reisenden sicher stellten.

 

Der SPNV-Nord wird sich mit Nachdruck gegen diese Absichten wehren, so der Tenor der Verbandsversammlung letzten Freitag. Man stünde auf dem Standpunkt, dass die vom Zweckverband indirekt über die Verkehrsunternehmen geleisteten Stationsentgelte mehr als ausreichend wären, wenigstens den derzeitigen Status der Personalausstattung zu erhalten.

 

Die Verbandsversammlung hat daher die Geschäftsführung des SPNV-Nord beauftragt, unmittelbar mit entsprechenden Verhandlungen mit der DB zu beginnen.

Auch der Vertreter des Landes in der Verbandsversammlung hat Unter-stützung angekündigt. So werde der Verkehrsminister in einem Schreiben an den zuständigen Vorstandsvorsitzenden der DB AG, Station&Service die Position des Landes darlegen, die sich weitgehend mit der des Zweck-verbandes decke.

 

Für Landrat Bertram Fleck, den Vorsitzenden des Zweckverbandes, stellt die Diskussion über die Personalausstattung der Bahnhöfe ein weiterer Mosaik-stein im permanenten Abbau öffentlicher Infrastrukturen im ländlichen Raum dar. Mit Trier, Koblenz und Remagen verfüge die Region ja überhaupt nur noch über drei Bahnhöfe mit Servicepersonalen. Das sei die absolute Untergrenze dessen, was man sich vorstellen könne. Gerade der demografische Wandel erfordere eigentlich eine genau umgekehrte Entwicklung hin zu mehr Service und Information. Nur so könne man die Attraktivität des SPNV nachhaltig sichern.

 

Hintergrund:

 

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) ist gesetzlicher Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr. Er bestellt bei Eisen-bahnverkehrsunternehmen Verkehrsleistungen in einem Umfang von ca. 14,5 Mio. Zug-kilometern pro Jahr. Die Finanzierung in Höhe von fast 140 Mio. € pro Jahr erfolgt aus den sogenannten Regionalisierungsmitteln, die der Bund den Ländern zur Verfügung stellt.

 

Zuständig für die Bereitstellung von Servicepersonal an den Bahnhöfen ist die DB AG, Station & Service. Sie erhält dafür von den Eisenbahnverkehrsunternehmen sogenannte Stationsentgelte, die die Verkehrsunternehmen, soweit sie Nahverkehr betreiben, vom SPNV-Nord erstattet bekommen. Auf diese Weise fließen derzeit im Norden von Rheinland-Pfalz jährlich rund 10 Mio. € in die Kasse der DB, mit denen diese die Unterhaltung der Bahnhöfe und damit auch die Servicepersonale finanziert.

 

 

 


Hier finden Sie uns:

Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord

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