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DEUTSCH-FRANZÖSISCHES GEMEINSCHAFTSPROJEKT

Deutliche Verbesserungen im Grenzverkehr: Tägliche Direktfahrten zwischen Trier und Metz ab Ende 2024

Deutschland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit im Schienenpersonennahverkehr weiter aus. Ab Ende 2024 soll es ein verbessertes Zugangebot in der europäischen Region Saar-Lor-Lux geben.

Das ist geplant:

– grenzüberschreitende Direktfahrten 
– von Trier über Perl und Thionville nach Metz
– jeden Tag im 2-Stunden-Takt
– langfristiges Ziel: Einstundentakt Saarbrücken

Von Trier aus können Bahnreisende das französische Metz auf direktem Weg via Perl und Thionville in etwas mehr als anderthalb Stunden erreichen. Eine Strecke, für die man mit dem Auto etwa genauso lange braucht. Das Problem heute:

– Die bequeme Direktfahrt mit dem Zug steht allerdings nur am Wochenende zur Verfügung (und das mit zwei Zugpaaren).

– Zu allen anderen Zeiten müssen Fahrgäste mindestens einmal umsteigen.

– Und aufgrund der Umwege über Luxembourg oder Saarbrücken brauchen sie natürlich auch deutlich länger.

Zuletzt hat die Verbandsversammlung des SPNV-Nord im August diesen Jahres den Weg für den nächsten Schritt freigemacht: die Bestellung spezieller Schienenfahrzeuge für den grenzüberschreitenden Verkehr durch die französischen Partner. Denn diese gibt es bisher nicht von der Stange, da das deutsche und das französische Eisenbahnnetz unterschiedliche Anforderungen an Fahrzeuge stellen. Außerdem werden derzeit die notwendigen Fahrplanunterlagen für die grenzüberschreitenden Fahrten erarbeitet und auf dieser Basis die notwendige Anzahl der Fahrzeuge definiert.

Neben der Direktverbindung zwischen Trier und Metz im Norden sollen die neu zu entwickelnden Fahrzeuge auch im Süden von Rheinland-Pfalz auf den beiden Strecken zwischen Neustadt, Wissembourg und Straßburg sowie zwischen Karlsruhe, Wörth, Lauterbourg und Straßburg zum Einsatz kommen.

Neben den beiden Zweckverbänden Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und Süd (ZSPNV Süd) sind die Nachbarländer Saarland und Baden-Württemberg sowie auf französischer Seite die Région Grand Est an diesem europäischen Projekt beteiligt.