(Berlin, 04.02.2026)
Der Bundesverband SchienenNahverkehr e.V. ist erschüttert von dem tödlichen Übergriff auf den Zugbegleiter Serkan C. in Rheinland-Pfalz. Unser Beileid und unsere Gedanken sind bei ihm, seiner Familie und Freunden. „Dies ist ein schwarzer Tag für Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Deutschland. Niemand sollte bei der Ausübung seiner Arbeit Angst um sein Wohlergehen haben müssen. Es ist die traurige Wahrheit, dass die Gewaltbereitschaft gegenüber Mitarbeitenden in Zügen und an Bahnhöfen seit Jahren zunimmt. Diese sind das Rückgrat des Bahnverkehrs in diesem Land. Wir als Gesellschaft müssen das ernst nehmen und in die Sicherheit an Stationen und in Fahrzeugen investieren und diese konsequent verbessern,“ betont Peter Panitz, Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr e.V.
Der Verband stärkt gezielt den Austausch zwischen den Mitgliedern und allen Sicherheitspartnern, wie der Bundespolizei und der DB Sicherheit. Denn: Sicherheit im Schienenverkehr in Deutschland ist ausschließliche eine hoheitliche Aufgabe der Bundespolizei.
Daneben enthalten viele Verkehrsverträge bereits umfassende Vorgaben zu Sicherheitsmaßnahmen und Begleitpersonalen. Viele SPNV-Aufgabenträger erarbeiten gemeinsame Sicherheitskonzepte. In Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen werden diese z. B. bei der freiwilligen Einführung von Bodycams unterstützt und entsprechende Pilotprojekte begleitet.